Fetale Alkoholexposition

Die Auswirkungen von Alkohol während der Schwangerschaft auf die Entwicklung des Kindes bilden ein Kontinuum.

Das FASD, ein Spektrum von Störungen nach fetaler Alkoholexposition

Die Abkürzung FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorders) fasst das ganze Spektrum der Störungen zusammen die aufgrund eines Alkoholkonsums während der Schwangerschaft entstehen können.

Fetales Alkoholsyndrom FAS

  • Das Fetale Alkoholsyndrom FAS ist die schwerste und am einfachsten diagnostizierbare, aber die seltenste aller Störungen
  • Ein Kind, das von diesem Syndrom betroffen ist, zeigt folgende Auffälligkeiten
    • Vorgeburtlicher und/oder nachgeburtlicher Wachstumsrückstand
    • Schädigungen des Zentralen Nervensystems (Neurologische Anomalien, Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensprobleme)
    • Kurze Augenlider, schmale obere Lippe, abgeflachte mittlere Gesichtspartie, abgeflachte Nasolabialfalte und kurze Nase
    • Doppelte Lidfalten, tiefliegender Nasensteg, kleinere Anomalien der Ohren sowie kleiner Kiefer
  • Als FAS-Screening-Tool weisen die fazialen Kriterien die besten Testgüteparameter auf.
  • Die Komplexität und Chronizität des FAS betreffen Betroffene wie Angehörige
  • FAS-Betroffene benötigen ihr Leben lang Unterstützung

Prävalenz der vorgeburtlichen Schädigungen durch Alkohol

FASD

  • In Europa ist 4% aller Geburten von einer Störung innerhalb des Spektrums (FASD) betroffen, d. h. 9 bis 10 Mal höher als für das FAS

FAS

  • In der Allgemeinbevölkerung in Europa sind 37 von 10'000 lebend Geborenen von einem FAS betroffen (in dier Schweiz liegt Rate bei 48)
  • Von den Frauen, die während der Schwangerschaft Alkohol trinken, bringt eine von 67 ein Kind das ein FAS hat, zur Welt

In der Schweiz, 2017

  • Bei den ca. 87'900 Lebendgeburten im Jahr 2017 in der Schweiz, muss man mit ca. 4000 Säuglingen rechnen, die vom FASD betroffen sind und mit ca. 400 Kindern, die von einem FAS betroffen sind

 

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