Selbsthilfe

Personen mit Alkoholproblemen können ihr Trinkverhalten auch ohne professionelle Unterstützung verändern, resp. eine Konsumreduktion erreichen. Dabei kann folgendes unterstützend wirken:

Internet, Selbsthilfeprogramme und Literatur

  • Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung zum Alkoholkonsum durch Abgeben oder Hinweisen auf Broschüren. Broschüren und Faltblätter können bei Sucht Schweiz sowie bei Suchtfachstellen bestellt oder in elektronischer Form bezogen werden.
  • Das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten: Viele Suchthilfeangebote im Bereich Alkohol bieten Online-Selbsttests an (z.B. zfa, Berner Gesundheit). Diese basieren i.d.R. auf dem AUDIT, geben umgehend Informationen und eine Empfehlung, ob der Alkoholkonsum reduziert werden sollte. Diese sogenannten personalisierten Rückmeldungen zum eigenen Alkoholkonsum werden als weniger konfrontierend erlebt.
  • Zunehmend verbreitet sind Online-Selbsthilfeprogramme, z.B. www.takecareofyou.ch (ISGF und Arud) oder weniger trinken (Forel Klinik)
  • Mydrinkcontrol (Berner Gesundheit) und drinkless schweiz (Fachstellen Sucht Kanton Zürich) sind 2 Möglichkeiten von Trinktagebücher als App
  • Auf www.definiertestrinken.ch befindet sich ein Programm zum definierten Trinken mit praktischen Hilfsmitteln
  • Speziell für Jugendliche: Alcotool, Alcooquizz
  • Vgl. auch www.alcochoix.ch
  • Auch entsprechende Literatur kann unterstützend bei einer Konsumreduktion sein:
    • Körkel J.: Damit Alkohol nicht zur Sucht wird – kontrolliert trinken. 10 Schritte für einen bewussteren Umgang mit Alkohol (2007). Trias, Stuttgart.
    • Lindenmeyer Johannes: Lieber schlau als blau. Entstehung und Behandlung von Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit (2010, 8. überarbeitete Auflage). Beltz Verlag, Weinheim, Basel. Dem Buch liegt eine CD-ROM bei, auf der Fragebogen sowie einige Kapitel gespeichert sind.

Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen sowie auch geleitete Gruppen können ebenfalls eine Unterstützung bei der Konsumreduktion sein, z.B. nach einem Entzug. In der Selbsthilfegruppe werden Erfahrungen ausgetauscht, Probleme besprochen und gegenseitige Hilfestellungen geleistet.
Angebote finden sich in der Infodrog Datenbank. Detaillierte Auskunft über das Angebot können auch Selbsthilfezentren (siehe ebenfalls Infodrog Datenbank) geben.
Bekannte Angebote sind Anonyme Alkoholiker, Blaues Kreuz, IOGT

Selbsthilfe für Angehörige

  • Angehörige von suchtmittelabhängigen Personen benötigen oftmals selbst Unterstützung (siehe Co-Verhalten).
  • Im Internet finden sich Online-Selbsttests, um Aufschluss über den Grad der eigenen Mitbetroffenheit respektive des Co-Verhaltens zu erhalten, siehe z.B. Test der Aargauer Suchthilfe ags.
  • Angebote zur Selbsthilfe für Angehörige finden sich in der Infodrog Datenbank. Detaillierte Auskunft über das Angebot können auch Selbsthilfezentren (siehe ebenfalls Infodrog Datenbank) geben.
  • Bekannte Angebote sind Al-Anon Selbsthilfegruppen für Angehörige und Freunde von alkoholabhängigen Personen, Selbsthilfegruppen und geleitete Gruppen des Blauen Kreuzes sowie der Verband der Eltern- und Angehörigenvereinigungen Drogenabhängiger VEVDAJ.
  • Kinder aus suchtbelasteten Familien finden online Unterstützung auf www.mamatrinkt.ch und www.papatrinkt.ch. Dort finden sich auch weitere Unterstützungsangebote pro Kanton.

Informationsmaterialien von Sucht Schweiz (können bestellt oder heruntergeladen werden):

 

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