Ketamin

  • Gruppe: Barbiturate
  • Chemischer Name: Ketaminhydrochlorid
  • Szenenamen: "Special K", "k+k" (Mischung aus Kokain und Ketamin)
  • Ketamin ist ein dissoziatives Lokalanästhetika, welches oft in der Veterinärmedizin und zumindest teilweise noch in der Humanmedizin angewendet wird.
  • Ketamin unterliegt nicht dem Betäubungsmittelregister (Medikament)
  • Wirkungen:
    • Partielle bis vollständige Herabsetzung der Schmerzempfindlichkeit
    • Kommunikationsstörungen
    • "Wachtraum"-Zustände
    • Veränderung der Sinneswahrnehmungen bis hin zu Halluzinationen
    • verminderte motorische Fertigkeiten
    • auftreten von Derealisationsphänomenen (z.B. Veränderung von Raum-Zeit-Empfinden, bruchstückhaften Auflösung der Umwelt) und Depersonalisationsphänomenen (z.B. bei höheren Dosierungen kann es zur Loslösung vom eigenen Körper und zur Ich-Auflösung kommen bzw. zu einer Verschmelzung des Ichs mit der Umgebung)
  • Nebenwirkungen:
    • nach dem Trip: Benommenheit, Erinnerungen an das Erlebte sind oft nur mehr teilweise möglich
    • Gedankenabreissen, Kommunikationsstörungen und verwaschene Sprache, Verwirrtheit
    • Alpträume
    • "Blackouts" --> man erinnert sich nicht mehr an den Trip ("K-Hole")
    • depressive Verstimmungen
    • psychische Abhängigkeit
    • Ängstlichkeit bis hin zu Angststörungen
    • Koordinationsstörungen, Schwindel
    • Bewegungsunfähigkeit bis zu Lähmungserscheinungen --> hohe Unfallgefahr durch Stürze
    • Schwächeempfinden
    • Appetitlosigkeit, Nausea
    • Hypertonie (Bluthochdruck) --> Gefässverletzungen und innere Blutungen
    • Tachykardie (gesteigerte Herzfrequenz)
    • Herzrhythmusstörungen
    • epileptiforme Anfälle
    • Koma
    • Atemdepression
    • Hirnödem (vermehrte Einlagerung von Wasser in das Gehirn)
    • Schock --> Träume infolge eines "bad trips"
    • Nahtoderfahrungen
    • Toleranzbildung (da der Körper sich an das Ketamin gewöhnt, besteht bei Klienten die Neigung die Ketamindosis zu erhöhen, um eine annähernd gleiche Wirkung wie bei vorausgehenden Anwendungen zu erzielen)
    • Funktionsstörungen im Hirn (Beeinträchtigungen in den kognitiven Funktionen: bei der Wahrnehmung, beim Lernen und beim Abspeichern der Informationen (Gedächtnis))
  • Wirkdauer (dosisabhängig): ca. 30 Min. bis 3 Stunden
  • Verkaufsformen: weisses, kristallines Pulver, Flüssigkeit
  • Einnahmeformen: oral, nasal, intramuskulär injiziert
  • Beispiele für gefährliche Kombinationen mit anderen Substanzen:
    • Alkohol --> Gefahr des Atemstillstandes
    • Opioide --> Gefahr des Atemstillstandes
    • GHB/GBL --> Gefahr des Atemstillstandes
    • "Uppers" (z.B. Kokain, Amphetamin) = Dehydration und Wärmestaugefahr
  • Safer Use Regeln

 

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