MDMA verwandte Substanzen

  • Bei den MDMA verwandten Substanzen kann die Wirkung in Bezug auf entaktogene, empathogene und halluzinogene Effekte variieren.
  • MDA (3,4-Methylendioxyamphetamin): Psychostimulans mit schwacher halluzinogener Wirkung (intensive Verzerrung des Raum- und Zeiterlebens, Sinnestäuschungen). MDA ist besonders bei längerfristiger Einnahme neuro- und hepatotoxisch bzw. es können psychotische Symptome auftreten. Wirkdauer: ca. 6-8h.
  • MDEA (3,4-Methylendioxyethylamphetamin): Eine geringere empathogene und euphorisierende Wirkung als MDMA. Nach Einnahme der Substanz kann es zu akustischen, taktilen und visuellen Sinnesverzerrungen kommen. MDEA hat weniger halluzinogene Wirkung und reduziert stärker den Antrieb. Wirkdauer: ca. 2-3h.
  • MBDB (N-Methyl-1-2-butanamin): Hat hauptsächlich eine entaktogene Wirkungskomponente, ist leicht euphorisierend, aber nicht antriebssteigernd. Wirkdauer: ca. 4-5h.
  • Streckmittel: Im Gegensatz zu 2009 enthielten 2011 nur noch 1/5 (2009 waren es noch ¾) der analysierten Ecstasy-Pillen und -Tabletten einen anderen Wirkstoff (Streetwork, Zürich). Am häufigsten feststellbar war immer noch m-CPP [1-(3-Chlorphenyl)-Piperazin: pulverförmiges Piperazinderivat mit wahrnehmungsverändernder Wirkung] gefolgt von 4-FA [1-(4-Fluorphenyl)propan-2-amine): pulverförmiges oder kristallines Phentylamin mit stimulanzienähnlicher Wirkung und zusätzlicher Serotoninfreisetzung mit gefühlsverändernden Effekten]. Diese Substanzen sind hinsichtlich der Toxizität nicht problematisch, führen aber zu ungewollten Wirkungen und Nebenwirkungen. Bei m-CPP beklagen die meisten Konsumenten Kopfschmerzen und Übelkeit. Es stellt sich eine nur leichte psychoaktive Wirkung ein, welche aber meist länger als MDMA anhält. Nach dem Konsum verfärbt sich der Urin für mehrere Tage meist bräunlich.
  • 4-FA, ist von der Wirkung her vergleichbar mit einer Mischung zwischen Amphetamin und Ecstasy. Da 4-FA nur eine leicht entaktogene Wirkung hat wird oftmals nochmals konsumiert und somit werden höhere Dosen an 4-FA eingenommen.
  • Die folgende Grafik zeigt den Anteil zusätzlicher psychoaktiver Substanzen, die bei der Analyse von „XTC-Tabletten“ gefunden wurden (Quelle: Streetwork Zürich, 2013, [16.04.2013])

Grafik XTX2

[Anmerkungen zur Grafik: MDMA (3,4-Methylendioxymetamphetamin), m-CPP (1-(3-Chlorphenyl)-Piperazin: pulverförmiges Piperazinderivat mit wahrnehmungsverändernder Wirkung), MDEA (3,4-Methylendioxyethylamphetamin), MDA (3,4-Methylendioxyamphetamin), 2C-B (2,5-Dimethoxy-4-Brom-Phenylethylamin: synthetisches Meskalinderivat mit wahrnehmungs- und gefühlsverändernder Wirkung)]

 

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