SGB im Spital

Ein Spitalaufenthalt stellt prinzipiell eine schwierige Situation für jeden Menschen dar, dies gilt natürlich auch für drogenabhängige Menschen. Drogenabhängige Patienten können Mühe mit den vorgegebenen Strukturen eines Spitals haben. Eine intensive Begleitung unter Einbindung einer Suchtfachstelle ist dann sehr hilfreich.

Vor der Einweisung:

  • Grundsätzlich ist die bereits installierte Substitutionsbehandlung fortzusetzen
  • Keine Dosisreduktion vor einem Spitalaufenthalt
  • Genaue Angabe des Substitutes in mg Tagesdosierung schriftlich an das Spital
  • Angabe von weiteren wichtigen, eventuell behandlungsbedürftigen Erkrankungen
  • Angabe, ob Infektionskrankheiten vorliegen
  • Aktueller Impfstatus, insbesondere bezüglich Hepatitis A und Hepatitis B
  • Angabe, welche Medikamente regelmässig eingenommen werden

Während der Hospitalisation:

  • Substitutionsverordnung ausfüllen
  • Dosisanpassungen nach Bedürfnissen des Patienten, idealerweise nach Rücksprache mit substitutierendem Arzt

Vor dem Austritt:

  • rechtzeitig mit dem substituierenden Hausarzt (ev. auch Apotheke und / oder Spitex) und der Suchtberatungsstelle Kontakt aufnehmen, um einen Erstkontakt zu vereinbaren und die Abgabe der Medikation zu sichern (Wochenende, Feiertage!)
  • Information über Toleranzabnahme

 

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