SROM (Sevre Long®)

  • SROM (Sevre-Long®) kann aus pharmakologischen Gründen in gewissen Situationen Vorteile gegenüber Methadon bieten.
  • Grundsätzlich sind Abklärung/Status und Bewilligungsverfahren gleich wie bei Methadon, siehe "SBG: Start in 1 Konsultation" (best practice, geeignet für routinierte Ärzte) oder "SGB Start in 2 Konsultationen".
  • Eine Hilfestellung zur differenzierten Indikationsstellung für SROM finden Sie hier.
  • Weitere Hinweise zur Substitutionsbehandlung mit SROM (Sevre-Long®) finden sich in den verschiedenen Kapiteln der Navigation links (siehe auch: Resultate aus der Begleitevaluation der Methadonbehandlungen im Kt ZH)
  • SROM (Sevre-Long®) ist teurer als Methadon, ist jedoch genauso eine Pflichtleistung der Krankenkasse (Preise siehe Kompendium).
  • Bei allfälligen Fragen gibt Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! von Montag bis Freitag schnellstmöglich Auskunft.

Pharmakokinetik

  • Orale Einnahme
  • Glukuronidierung in der Leber zum aktiven Morphin-3-Glukuronid mit kurzer Plasma-Halbwertszeit von 2-4 Stunden. Die Akkumulationsgefahr bei Induktion ist deshalb gering.
  • In retardierter Form (SROM) werden mit einmal täglicher Einnahme stabile Plasmaspiegel über 24 Stunden erreicht.
  • Zeitdauer bis zum Erreichen einer klinischen Wirkung ca. 30 (- 60) Minuten
  • Zeitdauer bis zum Erreichen maximaler Plasmaspiegel ca. 4-6 Stunden
  • Erreichen des Steady-State in der Titrationsphase/Initiationsphase: ca. 5 Tage. Bei einer Umstellung z.B. von Methadon auf SROM (mit einer festen Dosis) ist der Steady-state bereits nach 2-3 Tagen erreicht.
  • Abbau zu 95% über hepatische Glukuronidierung, deshalb ist kaum mit Arzneimittelinteraktionen zu rechnen.
  • Ausscheidung der Glukuronide zu 90% und innerhalb 24 Stunden über den Urin.

Wirkmechanismus

  • Morphin ist wie Methadon und Heroin ein vollständiger Agonist am mü-Opioid-Rezeptor (Vermittlung von Effekten wie Euphorie, Analgesie, Atemdepression und Abhängigkeit).
  • Im Vergleich zu Methadon scheinen die unerwünschten Nebenwirkungen weniger ausgeprägt und die Patientenzufriedenheit höher.

 

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