Strassenverkehr

Der Arzt hat den Patienten darauf hinzuweisen, dass er während den ersten sechs Monaten der Substitutionsbehandlung (Methadon, Buprenorphin, retardiertes Morphin) vom Führen eines Motorfahrzeuges Abstand zu nehmen hat. Bei Uneinsichtigkeit hat er gemäss Strassenverkehrsgesetz Artikel 15d das Recht, der kantonalen Zulassungsbehörde eine Meldung darüber zu erstatten.

Beträgt die Dauer der Substitutionsgestützten Behandlung weniger als 6 Monate oder liegt ein Mischkonsum vor, besteht keine Fahreignung.

Eine Belassung des Führerausweises mit Auflagen durch die kantonale Zulassungsbehörde kann gemäss der Expertengruppe Verkehrssicherheit (Leitfaden) erfolgen, wenn eine strikt kontrollierte Substitutionsgestützte Behandlung mindestens sechs Monate gedauert hat und in diesem Zeitraum durch kurzfristig angeordnete Urinproben erwiesenermassen kein Mischkonsum stattgefunden hat; u.a. auch kein Konsum von Benzodiazepinen, Cannabis und Alkohol.

Die Abstinenzkontrollen alleine mittels Urinkontrollen sind heute durch regelmässige Haaranalysen auf gängige "harte Drogen" und monatlichen Urinkontrollen auf Cannabis ersetzt worden.

Für die (Wieder-) Erlangung des Fahrausweises gelten die kantonalen Richtlinien.

Weitere Infos zu Suchtmittel und Strassenverkehr finden Sie auch auf der Seite von Infoset bzw. beim Strassenverkehrsamt Ihres Kantones.

 

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