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Fallvignette

Kokainkonsument mit psychischen Problemen

Herr L. hat während der Wartezeit zweimal das Wartezimmer verlassen, er wirkt im Erstkontakt misstrauisch und angetrieben. Er habe deutliche Schlafstörungen und möchte von Ihnen ein starkes Schlafmittel haben. Nach mehrmaligem genauerem Nachfragen gibt er einen mehrjährigen intensiven Kokainkonsum an, er sei stark verschuldet und fühle sich depressiv.

Was sollten Sie wissen?

  • Bei Verschreibung von Benzodiazepinen laufen Sie Gefahr, eine zusätzliche Abhängigkeit iatrogen zu erzeugen. Benzodiazepine sollten deshalb nur kurzfristig in einer akuten Situation eingesetzt werden. Überdosierungen von Benzodiazepinen und/oder Alkohol in Kombination mit Kokain sind gefährlich (Die Alkohol- und/oder Benzodiazepinwirkung wird nicht richtig wahrgenommen. Hohes Abhängigkeitspotenzial von Benzodiazepinen).
  • Stark abhängige Kokainkonsumenten schaffen ein Absetzen des Kokains oft nur in einem engen ambulanten Setting oder im stationären Rahmen.
  • Medikamentöse Alternativen stehen nicht zur Verfügung, wie z.B. Methadon bei Opioidabhängigkeit.

Wie können Sie helfen?

 

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